Baugruben & Pfahlgründungen

Campus Tower Hamburg HafenCity.



Am Hamburger Baakenhafen entsteht auf dem Baufeld 80 ein Ge-
bäude-Ensemble aus Büros und Wohnungen mit einer zweige-
schossigen Tiefgarage und einem 56 m hohen Turmgebäude. Die Arbeiten unterliegen den strengen Auflagen des HafenCity Umwelt-
zeichens in Gold. Bauherr ist die Garbe Immobilien-Projekte GmbH
in Hamburg.

Arbeitsgemeinschaft mit Eggers Tiefbau GmbH
Für dieses komplexe Bauvorhaben bildete FRANKI mit der Eggers Tiefbau GmbH eine Arbeitsgemeinschaft. Eggers ist dabei verant-
wortlich für Kampfmittelsondierungen, Erdarbeiten, Wasserhaltung
und die Sauberkeitsschicht, FRANKI für Baugrubenumschließung
und Gründung. Die Alternative einer aufgelösten Bohrpfahlwand mit eingestellten Steckträgern brachte dabei den entscheidenden Kosten-
vorteil gegenüber dem Wertbewerb. Von April bis November stellte FRANKI 320 Teilverdrängungsbohrpfähle mit Durchmessern von 62 und 80 cm her, deren Längen zwischen 14 und 18 m variierten. Für
die 80-er Pfähle führte isg zwei statische Probebelastungen aus.

Verschiedene Randbedingungen erfordern unterschiedliche Systeme
Unterschiedliche und zum Teil außergewöhnliche Bedingungen an den Grundstücksgrenzen erforderten vier verschiedene Systeme, um die Baugrube zu sichern. Im Bereich des Widerlagers der Baakenhafen-
brücke (Westen) wurden Altfundamente durchbohrt und eine aufge-
löste, zweilagig rückverankerte Bohrpfahlwand mit eingestellten Steckträgern hergestellt. Zur Nachbarbebauung im östlichen Teil entstand ein Trägerbohlverbau mit Rückverankerung. Zur Trennung der wasserführenden Schichten wurde eine Betonplombe im unteren Teilbereich ausgeführt. Im süd-östlichen Abschnitt befindet sich eine alte Kaianlage aus dem Jahre 1888. Hier errichtete FRANKI eine Spundwand zur Verlängerung des Sickerweges aus dem Hafenbecken. Im nördlichen Teil wurde ebenfalls eine aufgelöste Bohrpfahlwand mit eingestellten Steckträgern hergestellt. Da direkt hinter diesem Abschnitt der Tunnel der U-Bahnlinie U4 verläuft, ist eine Verankerung nach hinten nicht möglich. Somit wurde hier eine Schrägaussteifung gegen die Sohlplatte ausgeführt. Deshalb begann die Herstellung der Sohle durch die Hochtief Building parallel zum Aushub, um die Steifenauf-
lager zu erstellen. Anschließend erfolgte der Erdaushub zwischen
bzw. unter den Steifen. Der Ausbau der Steifen erfolgt dann nach Fertigstellung der Decke über dem 2. Untergeschoss.


Leistungen:
1250 m² aufgelöste Bohrpfahlwand mit 450 m² Holzausfachung,
    800 m² Spritzbetonausfachung
300 m² Trägerbohlwand
150 m² gepresste Spundwand
62 temporäre Litzenanker, l ≤ 25 m, Zk ≤ 555 kN
50 t Stahlaussteifung
20.000 m³ Erdaushub
Unterbeton und Wasserabsenkung in den Tiefteilen
90 VB-Pfähle, d = 80 cm, Nk ≤ 3500 kN, Zk ≤ -1000 kN
250 VB-Pfähle d = 62 cm, Nk ≤ 2300 kN, Zk ≤ -500 kN
2 statische Probebelastungen mit hohen Anforderungen
35 Integritätsmessungen

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Projektleiter: David Hölscher
Tel.: 04105 8690
dhoelscher[at]franki.de





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