Baugruben & Pfahlgründungen

VBG-Hauptverwaltung Hamburg – 12 Meter tiefe Baugrube
 

Bei diesem Projekt führte FRANKI die bisher tiefste Baugrube mit dem
System „Dichtwand mit eingestellten Betonfertigteilen“ aus. Die gesetz-
liche Unfallversicherung VBG plant einen Neubau für ihre seit 1948 in
Hamburg ansässige Hauptverwaltung. In der Barmbeker Drosselstraße
soll für die etwa 550 Mitarbeiter ein fünfstöckiges Gebäude mit 15-ge-
schossigem Turm entstehen. Wo sich früher ein Busbahnhof befand,
war dafür zunächst eine wasserdichte Baugrube einzurichten – mit ei-
ner Grundfläche von rund 5.000 Quadratmetern. FRANKI überzeugte
mit dem Vorschlag einer Dichtwand mit eingestellten Betonfertigteilen.

Dichtwand als preiswerte Lösung
Zusätzliche Baugrunduntersuchungen zeigten, dass es sich bei einer
in etwa drei Metern Tiefe anstehenden Mergelschicht nur um eine aus-
laufende erste Lage handelte, mit der sich eine Baugrube nicht abdich-
ten lässt. Die dichtende Mergelschicht lag 28 Meter tief. Dank der von
FRANKI vorgeschlagenen Dichtwand war dies jedoch kein großes Pro-
blem: Die Schlitze wurden nun bis in den tiefliegenden Mergel der zwei-
ten Lage abgeteuft. Die dadurch entstandenen Mehrkosten waren rela-
tiv gering im Verhältnis zu der Kostenexplosion, die eine tiefere Bohrpfahlwand oder eine zusätzliche Dichtsohle verursacht hätten. Am westlichen Rand der Baugrube stellte FRANKI zudem 1.000 Quadratmeter Ortbetonschlitzwände her. Diese äußerst verformungsarme Ver-
bauart war nötig wegen der unmittelbaren Nähe zu setzungsempfindlichen Wohngebäuden.

Um die Baugrubensohle trotz abtauchender Mergelschicht und verschiedener Wasserleiter trocken und sicher halten zu können, war neben der geplanten Restwasserhaltung die Instal-
lation einer Grundwasserentspannung des unteren Grundwasserleiters erforderlich – um ein Aufbrechen der Baugrubensohle zu verhindern.


Zwölf Meter tiefe Baugrube

Die Arbeiten schreiten nun zügig voran: Der Erdaushub ist weit fortgeschritten. Im Bereich der nördlichen Verbauwand beträgt die end-
gültige Aushubtiefe etwa zwölf Meter – bei zweilagiger Rückverankerung der Beton-
fertigteile. Damit ist diese Baugrube die bisher tiefste aller mit diesem System eingerichteten Baugruben. VIT (ein Mitglied der FRANKI-Gruppe) führt derzeit noch Ankerarbeiten aus. Im April 2015 wird FRANKI die Baugrube fertigstellen und an den Rohbauer übergeben.

Ausgeführte Arbeiten:
6.700 m² Dichtwand,
d = 60 cm, L ≤ 36 m
1.000 m² Schlitzwand,
d = 80 cm, L ≤ 36 m
145 Betonfertigteile,
L ≤ 14,6 m
193 temporäre Litzenanker,
Zk ≤ 700 kN, L ≤ 25,0 m
60.000 m³ Erdaushub und
fachgerechte Entsorgung



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