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Dichtwände mit Tragelementen

Anwendung.

Dichtwände sind ein kostengünstiges Verfahren für die Herstellung wasserdichter Baugruben, wenn an das Verformungsverhalten geringere Ansprüche gestellt werden.

Herstellung.

Die Herstellung der Dichtwände erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie bei Ortbeton-Schlitzwänden. Die Herstellung erfolgt jedoch im Ein-Phasen-Verfahren. Im Gegensatz zu Schlitzwänden wird bei Dichtwänden zur Stützung der Erdwandungen eine Dichtwandmasse verwendet, die nicht ausgetauscht werden muss. Die Ausführung ist geräuscharm und erschütterungsfrei.

Aufgrund des höheren Zementanteils erhärtet die Dichtwandmasse und kann über mögliche Gewölbespannungen auch als Tragelement eingesetzt werden. Auch die Dichtwände werden bis zu einer künstlichen Dichtsohle oder bis in eine abdichtende Bodenschicht mit geringer Wasserdurchlässigkeit geführt.

Nach Erreichen der Solltiefe werden die Tragelemente in der statisch erforderlichen Länge in die flüssige Dichtwandmasse eingehängt. Bei der Verwendung von Spundwandprofilen nehmen diese die Erd- und Wasserdrucklasten auf. Die Dichtwandmasse wird nur zur Abdichtung genutzt. Besonders wirtschaftlich sind Varianten mit Tragelementen aus HEB-Profilen oder Betonfertigteilen. Dabei übernimmt die Dichtmasse die horizontale Lastübertragung auf die Elemente.

Qualitätssicherung.

Inklinometer überwachen die Bewegungen des Schlitzwandgreifers bei der Herstellung. Wie auch bei den Ortbetonschlitzwänden erfolgt eine elektronische Protokollierung.

Bemessung.

Die Herstellung von Dichtwänden erfolgt nach DIN 4126 bzw. DIN EN 1538 sowie den Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB). Dichtwände haben eine Mindestwandstärke von 45 cm.

Die Systeme.