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Bohrpfahlwände

Anwendung.

Bohrpfähle können als Einzelpfahl, in Pfahlgruppen oder als Pfahlwand hergestellt werden. Bei Überschneidung der Pfähle ist auch eine abdichtende Funktion möglich. Die Herstellung von Bohrpfählen erfolgt erschütterungsarm in allen Bodenarten.

Herstellung.

Abhängig von den statischen und abdichtenden Anforderungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für die Herstellung der verformungsarmen Bohrpfahlwände:

  • Überschnitte Pfahlwand: Wird eingesetzt, wenn die Baugrube gegen Grundwasser abgeschottet werden muss. Die Bohrpfähle werden mit Überschnitt hergestellt und nur jeder zweite Pfahl wird bewehrt.
  • Tangierende Pfahlwand: Wenn bis zur Aushubsohle kein Grundwasser ansteht und eine Überschneidung daher nicht notwendig ist. Der Abstand der Bohrpfähle wird an die Anforderungen angepasst.
  • Aufgelöste Pfahlwand: Die Zwischenräume werden z. B. mit Spritzbeton ausgefacht.

Bei der Herstellung von Bohrpfählen werden die Erdwandungen durch Bohrrohre bzw. Bentonitsuspension gestützt. Zur Führung der Bohrrohre bzw. des Bohrwerkzeugs wird an der Geländeoberkante eine Bohrschablone hergestellt. Nach Erreichen der geplanten Tiefe wird ein Bewehrungskorb in die Bohrung eingestellt. Wird die Bohrung unter Suspensionsstützung ausgeführt, kann der Bewehrungskorb auch nur bis in die statisch erforderliche Tiefe eingebaut werden. Die Bohrung wird anschließend im Kontraktorverfahren betoniert.

Bemessung.

Die Herstellung von Bohrpfahlwänden erfolgt nach DIN 4124 bzw. DIN EN 1536 sowie den Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB).